Volker Prielipp – Schauspieler

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Foto: Larissa Strangmann

Volker Prielipp – Schauspieler

Langeweile kommt im Leben des 65-jährigen Volker Prielipp nicht auf. Er hilft bei der Landesbühne, steht manchmal sogar selbst auf der Bühne, oder nutzt die Gelegenheit für den ein oder anderen Kurzfilm vor der Kamera zu stehen. Und, dann gibt es ja auch noch die Wilhelmshavener Tafel!

Schnell wird klar, das Wilhelmshavener Urgestein scheint mit seinem Leben sehr zufrieden zu sein. „Ich bin ein positiv denkender Mensch. (…) Ich versuche zu allen Menschen möglichst freundlich zu sein.“, sagt Volker über sich selbst.

Der gelernte Sozialversicherungsfachangestellter ist offiziell Rentner, doch viel Freizeit bleibt ihm nicht. Er mischt immer gerne bei guten Projekten mit. Auch die „Südbar“ unterstützt er mit viel Zeit und Einsatz. Das Projekt, das tolle Kultur ins sonst leerstehende Gebäude bringt. Er will was tun für seine Stadt.
Zurzeit kann man Volker Prielipp am Set des Kurzfilms „Guten Tag“ entdecken. Der Kurzfilm ist ein Projekt von Studierenden des Studiengangs Medienwirtschaft und Journalismus der Jade Hochschule Wilhelmshaven. 
Der Vater von zwei Kindern spielt die Hauptrolle: Den alten griesgrämigen Witwer „Herbert“. Im Film entflieht er der Tristesse des Altenheims und reist nach Wilhelmshaven um endlich das Meer zu sehen. Doch auf dem Weg dahin bestätigt sich seine Lebenseinstellung, nichts und niemanden an sich heranzulassen. 
Verglichen mit dem eigentlichen Wesen von Volker Prielipp ist diese Rolle das komplette Gegenteil von ihm.

Es ist nicht das erste Projekt bei dem er seine schauspielerischen Talente vor der Kamera präsentiert, auch bei anderen studentischen Verfilmungen, wie zum Beispiel dem Kurzfilm „Zahltag“ wirkte er mit. Ehrenamtlich. Weil es toll ist, mit jungen Menschen an einem tollem Projekt zu arbeiten.

Naja, und bei der Tafel? „Ich möchte meine Freizeit einfach sinnvoll nutzen“, so Prielipp. Dafür sortiert er jeden Mittwoch Obst und Gemüse und bereitet es mit anderen Helfern für die Bedürftigen vor, denn ihm ist wichtig, etwas für andere Menschen zu tun.
Man merkt, er ist mit Herzblut dabei. Seiner Meinung nach sollten sich viel mehr Menschen ehrenamtlich betätigen, da viele gar nicht wissen, was sie mit ihrer Freizeit anfangen sollen. Und, so Prielipp: wenn man es nicht ausprobiert, dann erfährt man auch nicht dieses Gefühl, wie es ist, Anderen in jeglicher Art und Weise zu helfen.

Auf die Frage ob es etwas gäbe, was er schon immer mal machen wolle, antwortet er: „Eigentlich habe ich all das was ich machen wollte schon erreicht. (…) Ich bin mit meinem Leben zufrieden. Ich habe nicht viel, aber das was ich habe reicht mir aus.“

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