Regina Stückel-Dierk vom Kinder- und Jugendhospiz Joshuas Engelreich steht unheilbar erkrankten Kinder und ihren Familien zur Seite

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Foto: Larissa Strangmann

Ehrenamt macht glücklich, weil…. ich eine direkte wertschätzende Reaktion bekomme auf das, was ich tue.
Anderen Menschen zu helfen, und für sie da zu sein, war für Dr. Regina Stöckel-Dirk schon immer ein wesentlicher Teil ihres Lebens. Als kleines Mädchen träumte sie davon Kinderkrankenschwester zu werden, nach einigen Umwegen wurde sie schließlich Ärztin. Während ihrer Tätigkeit in der Geburtshilfe erlebte sie oft Tränen der Freude, wenn sie Kindern mit auf die Welt helfen konnte. Zu ihrem Beruf als Ärztin in einer Klinik gehörte aber immer wieder auch der Umgang mit Schwerstkranken, Sterbenden und deren Angehörigen.

Vor gut zwei Jahren entschied sie sich ihr Berufsleben gegen Ehrenämter einzutauschen, die zu ihrem persönlichen Lebensweg passen. „Ich wollte gerne mehr Zeit haben, und endlich im Gospelchor singen. Das war ja nie möglich, weil man durch die Nacht- und Wochenenddienste nicht verlässlich zu den Chorproben kommen konnte“. Heute schafft sie das und viel Zeit für das Hospiz bleibt auch noch. Im vergangenen Jahr hat sie den Befähigungskurs für Ehrenamtliche des Kinder- und Jugendhospiz Wilhelmshaven durchlaufen.

Das Kinder-und Jugendhospiz „Joshuas Engelreich“ besteht seit August 2014, und hat es sich zur Aufgabe gemacht, unheilbar erkrankte Kinder und ihren Familien zur Seite zu stehen. Die Möglichkeiten, sich zu engagieren sind vielseitig. „Vom Basteln und Spielen mit den Geschwisterkindern bis zum Garten oder die Unterstützung des Hospizes durch Öffentlichkeitsarbeit.“

Die Medizinerin selbst kümmert sich im Hospiz um das Alltägliche. Sie ist oft in der Küche, kocht Kaffee und Tee, belegt die Platten für das Frühstück oder kümmert sich um das Abendessen. Trotzdem hat sie viele Berührungspunkte mit den Menschen, die gerade im Hospiz sind. Klar: Diese Vorbereitungskurse bieten auch die Möglichkeit, sich mit der Einstellung zum eigenen Leben und Sterben in vielfältiger Weise auseinanderzusetzen. Auch dem eigenen. Das hilft in vielen Situationen, trotzdem bleibt es oft schwer. Doch sie kann helfen und was für sie eine ganz besondere Erfahrung ist: die Gemeinschaft im Hospiz.

„Wenn man geht wird einem einfach nochmal zugerufen, „schön, dass du da warst, schön, dass du geholfen hast“ erzählt sie. Viele Kinder und ihre Eltern kennt sie schon länger. Sie kommen immer wieder. Mal geht es besser, mal geht es schlechter. Oft ist das Hospiz große Erleichterung für die Kinder und Eltern. „Das tut auch gut!“

Für alle Interessierten, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, hat Regina Stöckel Dirk einen ganz einfachen Vorschlag: „Einfach mal hingehen und angucken.“
Fabian Poziemski

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