Peter Torkler macht als Weihnachtsmann Kinder glücklich

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Foto: Larissa Strangmann

„Ho, Ho, Ho – ich bin der Weihnachtsmann“

Weißer langer Bart, roter Mantel, rote Zipfelmütze mit einem weißen Bommel – das ist die Arbeitsbekleidung von Peter Torkler, denn er ist ehrenamtlich als Weihnachtsmann tätig. Vor genau 26 Jahren wurde er in der Familie angesprochen ob er bei deren ältesten Sohn nicht mal den Weihnachtsmann spielen könne. „So hat es dann Form angenommen, einmal weil es mir unheimlich Spaß macht und es hat sich dann auch rumgesprochen, dass ich das nicht nur so abarbeite.“, so Peter Torkler.

In der Weihnachtszeit hat er alle Hände voll zu tun, denn mit Kindergärten, Schulen und Familien macht er mittlerweile rund 200 Kinder glücklich. „Das ist schon eine ganz schöne Zahl und man muss sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen.“
Bei seinen Besuchen als Weihnachtsmann bereitet er aber nicht nur Freude, denn er ist auch dafür zuständig die Kinder auf ihre nicht so guten Taten hinzuweisen. Vor seinen Auftritten bekommt der 74-jährige von den jeweiligen Eltern Informationen darüber, wie die Kinder sich in der Schule machen oder ob sie zu Hause unartig waren und diese notiert er sich dann in seinem dicken roten Buch. Wenn er die Kinder darauf hinweist, versucht er es aber immer auf die liebe nette Art, damit er niemanden vorführt: „Dann flüstere ich demjenigen ins Ohr, ob das was in dem Buch steht auch zutreffend ist oder ob sich die Engel dort versehen haben und meistens geben sie es dann auch zu, es ist dann ja auch nicht mehr zu leugnen.“

Aber auch Peter Torkler kommt ab und zu in eine prekäre Lage, vor allem wenn es um das Thema Weihnachtsschlitten geht. Die meist gestellte Frage der Kinder scheint zu sein, wo denn genau der Weihnachtsschlitten steht und ob sie die Pferde oder Rentiere auch mal füttern dürften. Da muss er sich dann schon Geschichten ausdenken, wie zum Beispiel, dass der Schlitten dort nicht halten durfte oder gerade bei Obi in der Reparatur ist.
Auch ist es schon vorgekommen, dass seine Verkleidung auffliegt, doch auch das konnte er mit einer kleinen Geschichte regeln.

Die Arbeit als Weihnachtsmann mit den Kindern bringt ihm viel Freude und man merkt er ist mit Herzblut dabei. Doch auch in anderen Bereichen ist er sozial engagiert. Seit vielen Jahren ist er in der Hospizbewegung. Dafür organisiert er zum Beispiel Benefizkonzerte oder den alljährlichen Hospizlauf. Außerdem ist er mit im Vorstand von Lebensweisen e.V und sammelt mit einer Ärztin zusammen große Spenden für ein Krankenhaus in Nepal.
Marie Fleßner

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