Kulturlotsin Elke Jankowski

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Foto: Larissa Strangmann

„Ich möchte nie aufhören zu lernen“
Ein Interview mit Elke Jankowski

Drogistin gelernt, lange Zeit in der Gastronomie und einem großen Modehaus tätig und damit ihr ganzes Leben lang immer unter Menschen, dort wo sich Elke wohlfühlt. Elke Jankowski ist 64 Jahre alt, sehr selbstbewusst und eine starke Persönlichkeit. „Manchmal muss man was sagen, die Leute sind oft viel zu angepasst!“ Ihren 33 jährigen Sohn zog sie alleine groß und man spürt wie stolz sie auf ihn ist, wenn sie von ihm erzählt. „Er geht mit Menschen ehrlich, höflich und freundlich um“, so wie ich es ihm beigebracht habe. „Das ist heute keine Selbstverständlichkeit.“
Vor 2 Jahren erhielt sie dann die betriebsbedingte Kündigung. „Ich habe gedacht, ich kann bis zur Rente dort bleiben“, erzählt sie und fügt hinzu: „Davon lasse ich mich nicht runterziehen!“. Nach dem Motto „Gesagt, getan“ machte sie sich auf den Weg nach einer ehrenamtlichen Arbeit, denn sie sagt: „Eine neue Aufgabe muss man sich selber suchen!“. Heute arbeitet sie im Altenpflege Besuchsdienst und als Kulturlotsin, da sie sich schon immer für Kunst und Kultur interessierte und sich so das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden lässt. Die Freiwilligenagentur bietet durch ehrenamtliche Begleiter wie Elke, ein Begleitprogramm an, das sich an alle bedürftigen Menschen in Wilhelmshaven richtet. So können gemeinsam verschiedene Veranstaltungen, zu vergünstigten Preisen besucht werden. „Wenn die älteren Leute sich so schick machen, mit Perlenkette und Handtäschchen und dem obligatorischen Gläschen Sekt während der Pause in der Hand, das ist so niedlich“, erzählt Elke freudig und betont wie wichtig sie es findet, „Dass Menschen Menschen helfen“. Eine Herausforderung sieht sie dabei, weitere Menschen für diesen Service zu begeistern. „Die meisten trauen sich nicht hier anzurufen“. Dabei ist dieser Service auch für alleinstehende und mobilitätseingeschränkte Menschen gedacht. Durch ihr Ehrenamt hat Elke einen regelmäßigen Austausch mit anderen, lernt stetig dazu und findet es wichtig, sich selbst auch in Frage zu stellen und zu reflektieren. „Man muss etwas für sich tun, um sich zu erhalten“. Für ihre Zukunft wünscht sie sich gesund zu bleiben, einfach weiter machen zu können und sich mit freundlichen und netten Menschen zu umgeben. Ehrenamtliche Arbeit macht glücklich weil: „Ich den Menschen Freude bringe und mir auch“.

Sabrina Schultze

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