Initiative Flugkraft

Wenn ein geliebtes Familienmitglied an Krebs erkrankt, bedeutet das für die gesamte Familie, dass auf einen Schlag alles anders ist. Besonders betroffen macht es, wenn es sich auch noch um unsere Jüngsten handelt. Anfang 2013 hat Marina Proksch-Park die Initiative „Flugkraft“ ins Leben gerufen. Auslöser war seinerzeit ein privates Fotoshooting mit einem erkrankten Kind, so Marion Kirschner, ehrenamtliche Helferin des Projekts in Wilhelmshaven:

      Flugkraft

Wenn auch Sie helfen oder sich informieren möchten, dann gehen Sie doch einfach auf die Homepage www.flugkraft.com oder auf die Facebook-Seite der Organisation. Ein Beitrag von Sandra Reinhold.

Neuer Koordinator für ehrenmatliche Flüchtlingsarbeit

Das „Projekt Flüchtlingsarbeit“ im Kirchenkreis Friesland- Wilhelmshaven hat ab sofort erstmals einen Koordinator: Miguel-Pascal Schaar. Seine Aufgabe: Die Zusammenarbeit der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer im Kirchenkreis vereinfachen und unterstützen. Schaar ist Feuer und Flamme für seinen neuen Job:

      Koordinator_Flüchtlingsarbeit

Ein Beitrag von Maria Fichtner.

Die Bürgerstiftung der Sparkasse fördert wieder gemeinnützige Projekte

Insgesamt 15.000€ sind von der Bürgerstiftung der Sparkasse Wilhelmshaven an 15 gemeinnützige Projekte übergeben worden. Ein Großteil der Fördersumme kommt ehrenmatlicher Arbeit zugute.

      Spendenuebergabe_buergerstiftung

Ein Beitrag von Christoph Deuschle.

 

 

Integration durch offenen Fußballtreff

Alexandra und Christopher Sander haben die Initiative ergriffen. Sie organisieren ehrenamtlich ein offenes Sportangebot, das nicht nur eine Möglichkeit zur Freizeitgestaltung ist, sondern auch Menschen mit und ohne Migrationshintergrund die Gelegenheit bietet, sich kennenzulernen.  Jochen Schlüter hat sich mit ihnen unterhalten.

      Kickertreff

 

Der Seniorenbeirat Wilhlemshaven im Gespräch

Petra Stomberg als Vorsitzende und Gudrun Klöpper als Stellvertretende Vorsitzende sind  im neugewählten Seniorenbeirat der Stadt Wilhelmshaven hiflreiche Ansprechpartner für verschiedenste Belange der älteren Generation. Über ihre Aufgaben und Vorhaben haben sie im Interview mit Hauke Mucha gesprochen:

      Seniorenbeirat WHV

„Ehrenamt bringt Alltäglichkeit“ Das Kinder- und Jugendhospiz Joschuas Engelreich

Viele soziale Einrichtungen und Vereine leben nicht nur von Spenden, sondern vor allem von der ehrenamtlichen Mitarbeit von Freiwilligen. Daher ist es besonders wichtig, hier immer wieder für Nachwuchs zu sorgen. Auch das Kinderhospiz Joshuas Engelreich lebt vom Engagement freiwilliger Helfer in vielen Bereichen. Ein Informationsabend soll Interessierten dabei helfen, sich für eine Mitarbeit im Kinderhospiz zu entscheiden, so Juliane Kallusky. Sie koordiniert hauptamtlich die ehrenamtlichen Helfer.

      kinder-und-jugendhospiz

Das Interview führte Christoph Deuschle.

Ehrenamt mit schwerem Gerät: Das Technische Hilfswerk

Über 80.000 Ehrenamtliche in fast 700 Ortsvereinen – das Technische Hilfswerk ist seit Jahrzehnten beispielhaft für die Möglichkeiten des Ehrenamtes auf ganz verschiedenen Ebenen. Volker Claasen im Gespräch mit Valeska Bocksberger,  Bernd Leithold und Mark Perron vom

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Kerstin Beinhorn betreut Demenzkranke und deren Angehörige im Mehr-Generationen-Haus

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Foto: Larissa Strangmann

Ehrenamt – als Möglichkeit etwas zu geben

Wenn sich Kerstin Beinhorn in ihrer Gruppe trifft, dann weiß sie, dass sie das Richtige tut. „Einmal dabei, immer dabei’, lacht sie.
Jeden Montag und Donnerstag trifft sie sich mit Demenzkranken und ihren Angehörigen im Mehr-Generationen-Haus im Stadtteil Bant. Das Treffen ist ein Atemholen vom Alltag, Hilfe und Austausch zugleich.

Für viele Angehörige ist es auch eine Stunde, wo sie einmal etwas für sich tun können. Hier wissen sie ihre Demenz erkrankten Männer oder Frauen, Väter oder Mütter gut betreut. Es gibt Kaffee und Kuchen, es wird gebastelt, gesungen und gespielt. Kerstin Beinhorn ist eine von 13 Ehrenamtlichen, die sich in dem Projekt „Herz und Seele“ ehrenamtlich engagieren.

Beinhorn war schon früher in der Kinder- und Jugendarbeit in Bant ehrenamtlich tätig. Für die 39-Jährige war schon immer klar, dass sie irgendwann als Ehrenamtliche in die Gemeinde zurückkommen wird. Jetzt wo ihre Kinder mit 10 und 17 Jahren langsam aus dem Gröbsten raus sind, hat sie wieder genug Zeit um etwas zurück zu geben. „Für mich ist das hier auch kein Arbeiten. Es macht Spaß, man trifft Leute, man kann Leuten helfen, ein bisschen Zeit und Freude schenken und das ist einfach toll.“ Neben den Gruppentreffen, macht sie auch sogenannte Einzelbetreuung bei Erkranken Zuhause.

„Viele fragen, warum arbeitest du irgendwo ohne Geld zu verdienen. Doch ich habe da ja auch selber was von. Nicht nur das ich jemandem eine Freude mache, sondern die geben mir ja auch viel; Anerkennung, nette Worte und ein schönes Gefühl, das ist ja gegenseitig. Sie geben mir so viel Liebe und Geborgenheit zurück. Vor allem in der Einzelbetreuung ist schnell eine besondere Beziehung miteinander aufgebaut. „Man bekommt einen Einblick in die Familie und wird quasi als Familienmitglied aufgenommen. Das ist eine ganz andere Beziehung, als die, die bei ‚normalen‘ Pflegekräften möglich ist.“

Und ganz gemäß der Grundidee des Mehr-Generationen-Hauses, nimmt Kerstin Beinhorn auch des öfteren ihre Söhne mit in die Runde. Vor allem der Jüngere (10) erfreut sich in der Gruppe großer Beliebtheit und die Gäste freuen sich über die Ablenkung und haben ihn schon richtig in ihr Herz geschlossen. Die ehrenamtliche Arbeit ist bei den Beinhorns ein generationsübergreifendes Projekt.

Peter Torkler macht als Weihnachtsmann Kinder glücklich

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Foto: Larissa Strangmann

„Ho, Ho, Ho – ich bin der Weihnachtsmann“

Weißer langer Bart, roter Mantel, rote Zipfelmütze mit einem weißen Bommel – das ist die Arbeitsbekleidung von Peter Torkler, denn er ist ehrenamtlich als Weihnachtsmann tätig. Vor genau 26 Jahren wurde er in der Familie angesprochen ob er bei deren ältesten Sohn nicht mal den Weihnachtsmann spielen könne. „So hat es dann Form angenommen, einmal weil es mir unheimlich Spaß macht und es hat sich dann auch rumgesprochen, dass ich das nicht nur so abarbeite.“, so Peter Torkler.

In der Weihnachtszeit hat er alle Hände voll zu tun, denn mit Kindergärten, Schulen und Familien macht er mittlerweile rund 200 Kinder glücklich. „Das ist schon eine ganz schöne Zahl und man muss sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen.“
Bei seinen Besuchen als Weihnachtsmann bereitet er aber nicht nur Freude, denn er ist auch dafür zuständig die Kinder auf ihre nicht so guten Taten hinzuweisen. Vor seinen Auftritten bekommt der 74-jährige von den jeweiligen Eltern Informationen darüber, wie die Kinder sich in der Schule machen oder ob sie zu Hause unartig waren und diese notiert er sich dann in seinem dicken roten Buch. Wenn er die Kinder darauf hinweist, versucht er es aber immer auf die liebe nette Art, damit er niemanden vorführt: „Dann flüstere ich demjenigen ins Ohr, ob das was in dem Buch steht auch zutreffend ist oder ob sich die Engel dort versehen haben und meistens geben sie es dann auch zu, es ist dann ja auch nicht mehr zu leugnen.“

Aber auch Peter Torkler kommt ab und zu in eine prekäre Lage, vor allem wenn es um das Thema Weihnachtsschlitten geht. Die meist gestellte Frage der Kinder scheint zu sein, wo denn genau der Weihnachtsschlitten steht und ob sie die Pferde oder Rentiere auch mal füttern dürften. Da muss er sich dann schon Geschichten ausdenken, wie zum Beispiel, dass der Schlitten dort nicht halten durfte oder gerade bei Obi in der Reparatur ist.
Auch ist es schon vorgekommen, dass seine Verkleidung auffliegt, doch auch das konnte er mit einer kleinen Geschichte regeln.

Die Arbeit als Weihnachtsmann mit den Kindern bringt ihm viel Freude und man merkt er ist mit Herzblut dabei. Doch auch in anderen Bereichen ist er sozial engagiert. Seit vielen Jahren ist er in der Hospizbewegung. Dafür organisiert er zum Beispiel Benefizkonzerte oder den alljährlichen Hospizlauf. Außerdem ist er mit im Vorstand von Lebensweisen e.V und sammelt mit einer Ärztin zusammen große Spenden für ein Krankenhaus in Nepal.
Marie Fleßner

Philipp Waiser – Schwimmausbilder und Wachdienstleistender beim DLRG

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Foto: Larissa Strangmann

Mit seinen 19 Jahren gehört Philipp Waiser augenscheinlich zu der jüngeren Gruppe von Ehrenamtlichen. „Ich habe hier bei der DLRG viele neue und gute Freunde kennengelernt“, sagt er. Seine Tätigkeiten bei der DLRG bezeichnet er außerdem als schöne Abwechslung zum Arbeitsalltag. Seit 3 Jahren ist er Vorsitzender des Jugendvorstandes in der DLRG Ortsgruppe Wilhelmshaven.

Mitglied im Verein ist er schon um einiges länger, 14 Jahre um genau zu sein. Damals fünf Jahre alt, fing er mit dem Schwimmen an und ist dem Sport und der DLRG seitdem erhalten geblieben.
Seit dem Beginn seiner Ausbildung, zum Schiffsmechaniker, Mitte des Jahres engagiert Waiser sich vorwiegend am Wochenende, da er der Arbeit wegen, von Montag bis Freitag in Elsfleth seine Zeit verbringt.

Bewundernswert dabei die Einsatzzeit, welche in manchen Wochen bis zu 20 oder sogar 24 Stunden beträgt. Denn neben seiner Tätigkeit als Jugendvorsitzender ist er ebenfalls Schwimmausbilder und im Sommer Wachdienstleistender am Strand.
„Eine tägliche Motivation brauche ich nicht“ sagt Philipp Waiser, trotz der oftmals zeitintensiven Beschäftigung. „Man gibt zwar einen Teil seiner Freizeit an etwas anderes ab, das ist dann aber eine positive Veränderung“.

„Mir gefällt besonders, dass ich mit Kindern arbeiten und den Verein mitgestalten kann. Es macht einfach Spaß zu sehen, dass die Kinder sich freuen und das treibt einen dann an“.
„Das man sich hier selbstentfalten kann, empfinde ich gerade für Jugendliche als große Hilfe“ berichtet er über die positiven Aspekte seiner Tätigkeiten.

Waisers persönliches Ziel für die Zukunft ist der Wachführerschein, der Ihm erlaubt die Wachdienstleistenden am Strand auszubilden. Am Herzen liegt Philipp Waiser besonders die Sensibilisierung der Mitmenschen, für die Arbeit der DLRG. „Ich würde mir wünschen, dass die Leute erkennen, dass das unsere Freizeit ist und wir für sie da sind, dass sie nicht so fordernd sind“ sagt er.
Nick Lange