Andreas Janssen vom Sportbund Wilhelmshaven

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Foto: Larissa Strangmann

„Ein Schritt nach dem anderen“

Andreas Janßen ist ein Mann mit vielen Interessen. Neben seiner Arbeit im öffentlichen Dienst bei der Stadt Wilhelmshaven im Bürgeramt, ist er noch ehrenamtlich als Vorsitzender der Sportjugend im Stadtsportbund (SSB) und als Fach-und Kreisjungendwart der Tischtennis-Kreisverbände in Wilhelmshaven tätig.

Der SSB ist die größte Jugendorganisation in ganz Wilhelmshaven, denn es engagieren sich mittlerweile circa 5400 Jugendliche im Vereinssport und nach Aussage von Andreas Janßen, waren es sogar schon mal weit mehr. „Wir betreuen als Dachorganisation Jugendliche im Verein, wenn es Sorgen und Nöte gibt und machen Aktionen.“

„Angefangen hab ich als kleines Helferlein“, so Andreas Janßen. Seit 1981 nimmt er sich schon ehrenamtlich den Aufgaben im SSB an. Aufmerksam auf die ehrenamtliche Tätigkeit wurde er damals durch die Osterjugendtage, die es zu seinem Bedauern heutzutage nicht mehr gibt. Mit der Zeit arbeitete er sich hoch, zunächst zum stellvertretenden Vorsitzenden der Sportjugend, bis er dann vor acht Jahren in den Vorstand gewählt wurde.
Zur Sportjugend Nord gehören die Sportjugend Wittmund, Sportjugend Friesland und Sportjugend Wilhelmshaven. Dabei ist Wittmund für die Bildung und Freizeiten verantwortlich und Friesland für das Junioren-Team. Dass sich der SSB nicht nur mit vergnüglichen Angelegenheiten befasst ist zurzeit in Wilhelmshaven erkennbar, denn dort wird besonders das Thema „Sexualisierte Gewalt im Sport“ in Kooperation mit der Schlüsselblume behandelt. Dabei wird das Hauptaugenmerk auf drei Problemfälle gerichtet: Sexuelle Übergriffe von Kindern und Jugendlichen untereinander, elterliche Gewalt bei der die Übungsleiter als Vertrauenspersonen fungieren sollen und Übergriffe von Übungsleitern auf Kinder. „Leider ist die Resonanz der Vereine gleich Null“, merkt Andreas Janßen an, was er schade findet, da er es als ein wichtiges Thema in der Gesellschaft empfindet.
Ein weiteres Projekt ist für 2017 geplant. Es soll eine Black-Light-Boßelanlage geben. Gesponsert wurde die Anlage bereits vom Landessportbund. „Es muss ja ganz witzig aussehen, wenn die Kugeln dann mit den leuchtenden Klebefolien durch die Halle rollen“ lacht Andreas Janßen. Boßeln ist nur eine von vielen Sportarten, die man dort ausüben kann, doch zunächst einmal „ein Schritt nach dem anderen“ merkt der Wilhelmshavener an.
Die ehrenamtliche Arbeit bereitet ihm viel Vergnügen, doch wie er selbst sagt: „Es ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen.“ Wenn zum Beispiel politische Entscheidungen getroffen werden müssen, die auch an die Öffentlichkeit getragen werden, stößt er schon manchmal auf viel Gegenwehr. Auch würde er sich wünschen mehr jüngere Menschen für Vorstandsposten zu begeistern.
Marie Fleßner

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